Carolus Magnus - K.D.StV.Carolus Magnus Saarbrücken im CV - K.D.St.V. Carolus Magnus Saarbrücken im CV - CM!

 

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HPR: Gondwana-Museum, Chance ergreifen!


Cbr Michael Kuhl, 2.v.l.

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Die akademisch.-studentische Verbindung Carolus Magnus regt an, die aktuellen „Dinopark“-Diskussionen durch konstruktivere Maßnahmen zu ersetzen. Eine Verstärkung der schon bestehenden Symbiose zwischen dem paläontologischen Museum „Gondwana“, dem Zentrum für Biodokumentation und dem Historienzentrum „Das Erbe“ würde in Reden einen außerschul./-universitären Lernort mit geringem Aufwand etablieren, der seinesgleichen sucht. Zusätzlich würden die dortigen Sammlungen gesichert und der Öffentlichkeit in einem angemessenen Rahmen zugänglich gemacht. In Reden befinden sich neben den Museumsexponaten 460.000 Stücke der geologisch-mineralogischen Sammlung der Universität/S.B.W., 40.000 Stücke der Karbonsammlung sowie die botanische, zoo- und entomologischen ZfB-Sammlungen. „Die ‚Paläontologischen Gesellschaft und Evolutionsbiologie‘ wird 2015 im Gondwana-Museum tagen. Warum also redet man in der Landespolitik noch immer von einem Dinopark und vergibt die sich bietende Chance?“

Dr. Andreas Neumann
Aktivensenior und Hochschulpolitischer Referent KDStV Carolus Magnus (eingereicht SZ, 29.9.2014). Bilder: David Hoefgen.

 

 

PM der KDStV Carolus Magnus gibt den Inhalt des offenen Briefes in Kurzform wieder

KDStV Carolus Magnus: Der bildungspolitische Kahlschlag an der Universität des Saarlandes darf nicht Realität werden!

Die Universität des Saarlandes soll sparen, auch wenn dazu ganze Fakultäten wegrationalisiert werden. Dadurch mindert man das Renommee der Universität und des Bildungsstandortes Saarland, denn man nimmt ihr den Status einer Volluniversität. Gleichzeitig schafft man eine Kostenbarriere und Bildungserschwernis für StudentInnen aus sozial schwächeren Elternhäusern. Weitere negative Aspekte gibt es reichlich. Um nur einen für das Saarland bedeutsamen anzuführen: die notwendige länderspezifische Juraausbildung soll wo, wenn nicht im Saarland erfolgen. Man liefert mit solchen Ansätzen, wie der Schließung der Jurafakultät, nur den Befürwortern einer möglichen Länderneugliederung neue Argumente.

Zwei offene Briefen, 2012 u. 2014, die beide auf www.carolus-magnus-sb.de nachlesbar sind, drücken unsere Besorgnis um die aktuelle Entwicklung aus, bieten Lösungsvorschläge an, um eine Schließung von Fakultäten zu vermeiden: Etablierung einer gem. Plattform aller Betroffenen zur Sammlung von Einsparungsvorschlägen, Stärkung der wirtschaftsgenerierenden Bereiche, Etablierung von europ. ausgerichteten Exzellenz-Clustern, verstärkte länderübergreifende Trägerschaften bei Neustrukturierungen uem.

Wir, die Katholische Deutsche Studentenverbindung Carolus Magnus zu Saarbrücken und unser Dachverband, mit rund 30.000 Mitgliedern der größte katholische Akademiker-Verband in Europa, setzen uns deshalb mit Nachdruck für den Erhalt der Universität des Saarlandes als Volluniversität ein. Wir richten unseren Appell an die Landesregierung, ihre sehr berechtigten Bekenntnisse aus 2012 zur Bedeutung des Saarlandes als Bildungsstandort nicht dadurch zu konterkarieren, dass die Universität durch Haushaltseinsparung tatsächlich gezwungen wird, Fakultäten zu schließen, einen Bildungskahlschlag durchzuführen und das eigene Renommee abzubauen. Bildung ist die Zukunft unseres Landes!

Philistersenior Gerhard Metzler u. Aktivensenior Dr. Andreas Neumann KDStV Carolus Magnus“

 

 

Offener Brief zu den aktuell angedachten Sparmaßnahmen, man könnte auch von einem bildungspolitischen Kahlschlag reden, an der Universität des Saarland

 

1953 in Saarbrücken gegründet, somit die älteste und einzige akademische Verbindung originär saarländischen Ursprungs, hat die KdStV Carolus Magnus zu Saarbrücken im CV alle Höhen und Tiefen der Universität des Saarlandes miterlebt. Aktuell möchte man aber einfach nur die horaz’schen Worte „Bis repetita non placent!“ ausrufen.

Denn schon einmal stand dem Saarland die Möglichkeit offen, durch seine einzigartige Geschichte und geographische Lage zwischen Deutschland und Frankreich, ein Ansiedlungspunkt der sich bildenden EU zu werden. 2014 steht man nun schon wieder an einem ähnlichen Punkt und denkt lieber über das Wegstreichen des Medizincampus in Homburg, der BWL- und Jurafakultät auf dem Saarbrücker Campus uem. nach, als die vorhandenen Chancen zu sehen und konsequent zu nutzen, die gerade eine starke europäische Ausrichtung mit sich brächte.

Statt Streichungen sollte zielgerichtet investiert werden, statt Kürzungsplänen sollten Neustrukturierungen in Angriff genommen werden. Denn eine Reduzierung des Bildungsangebotes ist nichts anderes als eine Verschlechterung des Bildungsstandortes Saarland!

 

Unsere Anregungen an unsere Alma Mater u. insbesondere die politischen Entscheidungsträger, die sich noch 2012 deutlich für einen Erhalt der Universität des Saarlandes als Volluniversität aussprachen:

 

 

1. Verstärkte Ansiedlung von und Optimierung der Verflechtungen mit den schon angesiedelten Instituten in den wirtschaftsschaffenden sowie -generierenden Bereichen. Hierdurch werden die Studiengänge signifikant praxisorientierter und es können gleichzeitig im Bereiche „laufende Kosten“ deutliche Einsparungspotentiale genutzt werden. Dass diese Bereiche primär in den naturwissenschaftlichen Fakultäten zu finden sind, ist uns dabei sehr wohl bewusst.

Aber z.B. durch die Wirtschafs- und Rechtsinformatik sowie das OrgaTV-Projekt wurde eindrucksvoll auch in anderen Bereichen gezeigt, dass Hybridfachrichtungen ebenfalls in diesem Bereich zu verorten und somit dort hinzuzurechnen sind.

Hier werden Chancen brachliegen gelassen.

 

2. Die Jurafakultät, exemplarisch für die vier klassischen Fakultäten, die eine Volluniversität auszeichnen, aufzugeben, bedeutet einmal das Renommee der Universität zu schmälern und für soziale Ungleichgewichte bei den StudentInnen zu sorgen, zum anderen aber auch den Befürwortern einer möglichen Länderneugliederung neue Argumente zu liefern.

Denn welche Universität soll in Zukunft eine eigene, auf das Saarland zugeschnittene grundständige Juristenausbildung anbieten, die das saarländische Landesrecht, hier insbesondere das Landesverfassungsrecht, sowie zahlreiche weitere länderspezifische Rechtsbereiche abdeckt, wenn nicht die saarländische Universität?!

Zudem bieten die aktuellen Entwicklungen im Saarland auch den geisteswissenschaftlichen Bereichen Chancen und Perspektiven - wenn man sie nutzt. Französisch wird Verkehrssprache im Saarland, kulturelle u. grenzübergreifende Bildungsangebote wurden beschlossen und werden umgesetzt, gemeinsame dt.-frz. Arbeitsinitiativen wurden ins Leben gerufen, aber im Bildungssektor spiegelt sich dieser Trend so gut wie nicht wieder. Warum?
Wir regen, neben der schon angesprochen Notwendigkeit der Sicherung einer grundständigen Juraausbildung im Saarland, eine Verstärkung der EU-Ausrichtung der Studiengänge in BWL und Jura, den Ausbau des Europainstituts u.a. durch Kooperation mit den bestehenden Fakultäten und Instituten an.

Die sich anbietenden Bereiche sollten in die Lage versetzt werden - vor allem durch eine konsequente europäische Ausrichtung -  einen Exzellenz-Cluster im Standort Saarbrücken schaffen. Neben diesem Herausstellungsmerkmal birgt eine solche Orientierung auch die Möglichkeit Forschungs- und Fördergelder zu beantragen und so zur finanziellen Sanierung beizutragen. Ein multilinguales Europainstitut könnte zudem auch durch mehrere Länder getragen werden.

 

3. In diesem Zusammenhang sollte man gerade das Drei-Länder-Eck, die wirklich europäische Lage des Saarlandes, als Chance auch für die Medizin sehen!

Deutsch, Französisch, Luxemburgisch - die Sprachen werden schon jetzt am Saarbrücker Campus gelehrt. Man sollte Homburg als Zentrum für Mediziner der drei Länder verstärkt aus- resp. umbauen. Man sollte Studiengänge etablieren, die den europäisch-ausgerichteten und dadurch grenzüberschreitend einsetzbaren Mediziner als Ziel haben. Man sollte zeitnahe Gespräche und Verhandlungen mit Frankreich und Luxemburg führen, damit der medizinische Campus, von allen drei Ländern gemeinsam getragen, zu einem europäischen Zentrum umstrukturiert wird.

Das es geht - zeigt die Geschichte. Denn die heutige Universität des Saarland entstand aus dem 1947 gegründeten Institut d’Études Supérieures de Hombourg, einer „Zweigstelle“ der Nancy-Université.

 

4. Selbstverständlich kann und sollte man zusätzlich auch über Einsparungen reden. Man sollte hinterfragen, ob man bei jedem Institut eine eigene Bibliothek unterhalten muss oder diese nicht lieber in der SULB zusammenführt. Man kann darüber reden, ob man Tutorien gegen Bezahlung der Dozenten durch die Studenten anbietet. Man kann… Aber auf gar keinen Fall sollte man den gefährlichen Weg einschlagen die Universität wegzustreichen, Bildungskompetenzen völlig in andere Bundesländer abzugeben - wie es manchmal mit Bezug der Kathl. Theologie und Trier, ,mit der Diskussion um Jura u.a. Fakultäten geäußert wird.

Denn mit solchen Maßnahmen verspielt man die Chance zukünftiger Generationen den Bildungsstandort Saarland als solchen in seiner jetzigen Vielfalt wahrnehmen zu können. Man verschließt aber auch StudentInnen aus bildungsfernen und sozial schwächeren Elternhäusern die Möglichkeit ein entsprechendes Studium aufzunehmen, wenn man sie zwingt entsprechende Studiengängen an entfernten Universitäten, was immer mehr signifikanten Mehrkosten einhergeht, wahrnehmen zu müssen. Viele werden durch die Kosten abgeschreckt werden.

 

Wir, die Katholische Deutsche Studentenverbindung Carolus Magnus zu Saarbrücken und ihr Dachverband, der Cartellverband der katholisch deutschen Studentenverbindungen (CV), mit rund 30.000 Mitgliedern der größte katholische Akademiker-Verband in Europa, setzen uns deshalb mit Nachdruck für den Erhalt der Universität des Saarlandes als Volluniversität ein.

Wir appellieren an die Landesregierung, ihre sehr berechtigten Bekenntnisse zur Bedeutung des Saarlandes als Bildungsstandort nicht dadurch zu konterkarieren, dass die Universität des Saarlandes durch Haushaltseinsparung gezwungen wird, Fakultäten zu schließen, einen Bildungskahlschlag durchzuführen und das eigene Renommee abzubauen.

Bildung ist die Zukunft unseres Landes! Und nicht die Reduktion des Bildungsangebotes! Lassen Sie uns gemeinsam Wege finden, vorhandene Möglichkeiten nutzen. So würde ein intensiver, zeitnaher Dialog bei der bildungspolitischen Gestaltung des Saarlandes - auch unter Einbezug von entsprechenden Vertretern unserer Nachbarländer - die Ideenbasis zur Lösung der anstehenden Aufgaben sicherlich verbreitern. Ein Punkt, den unser Philistersenior Gerhard Metzler schon 2012 anregte.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Aktivensenior und HPR  der K.D.St.V. Carolus Magnus

 

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